Untilfree

Wie viel Geld brauchst du für finanzielle Freiheit?

Genug, um nie mehr arbeiten zu müssen

etwa 750.000 €

Gerundet · 4-%-Regel · in heutigem Geld.

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Ab welchem Vermögen du frei bist, entscheidet vor allem, wie viel du im Monat ausgibst. Nach der verbreiteten 4-Prozent-Regel sind es rund das 25-Fache deiner Jahresausgaben – gib unten deine Ausgaben ein.

Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deinen Alltag an

Im Netz kursieren runde Zahlen: eine Million, zwei Millionen, „ab 500.000 € ist man frei“. Für dich bedeuten sie wenig. Ob du mit einer Summe frei bist, hängt nicht an der Summe selbst, sondern daran, was dein Leben kostet. Wer mit 1.800 € im Monat zufrieden ist, braucht ein ganz anderes Vermögen als jemand, der 4.000 € ausgibt.

Deshalb fängt jede seriöse Rechnung bei deinen Ausgaben an – nicht beim Gehalt, nicht beim Vermögen der Nachbarn und nicht bei einer Zahl aus einem Video.

Woher die Faustregel kommt

Die bekannteste Orientierung ist die 4-Prozent-Regel. Sie stammt aus Studien zu vergangenen Ruhestandsphasen: Wer im ersten Jahr 4 % seines Depots entnommen und den Betrag danach an die Inflation angepasst hat, kam in den meisten historischen Fällen gut über drei Jahrzehnte. Umgedreht heißt das: Dein Ziel liegt grob beim 25-Fachen dessen, was du in einem Jahr ausgibst.

Ein Beispiel in heutigem Geld: Wer 2.000 € im Monat braucht, landet bei rund 600.000 €. Mehr zur Regel und ihren Grenzen findest du auf der Seite zur 4-Prozent-Regel.

Welche Ausgaben zählen?

Nimm nicht deine Ausgaben von heute eins zu eins, sondern die deines künftigen Lebens. Ein paar Punkte, die gern vergessen werden:

Ein Beispiel: Jonas und sein Auto

Jonas ist 33, Elektriker in Graz, und gibt im Monat rund 2.200 € aus. Damit liegt sein Ziel bei etwa 660.000 €. Er hat 45.000 € angelegt und spart monatlich 900 €. So wäre er in knapp 25 Jahren frei.

Sein Auto kostet ihn mit Versicherung, Sprit und Werkstatt rund 200 € im Monat. Er steigt auf Rad, Öffis und gelegentliches Carsharing um. Seine Ausgaben sinken auf 2.000 €, sein Ziel schrumpft um rund 60.000 € – und er ist etwa anderthalb Jahre früher am Ziel, ohne mehr zu sparen.

Das zeigt den Hebel: Eine dauerhaft gesparte Ausgabe wirkt doppelt. Du sparst mehr, und du brauchst am Ende weniger.

Was nicht zählt

Für das Ziel zählt nur Vermögen, das dir Erträge liefern kann – also typischerweise dein ETF-Depot. Deine selbstgenutzte Wohnung zählt nicht, sie zahlt dir nichts aus. Sie senkt aber deine Ausgaben, und damit dein Ziel. Auch der Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto bleibt draußen. Er ist dein Polster für den Alltag.

Auch die gesetzliche Rente bleibt draußen. Warum das sinnvoll ist, erklärt die Seite Wann kann ich aufhören zu arbeiten?

Wie genau muss die Zahl sein?

Weniger genau, als viele denken. Dein Ziel ist eine Orientierung, kein Kontostand, den du auf den Euro treffen musst. Wichtiger als die dritte Nachkommastelle ist, dass du deine Ausgaben ehrlich kennst. Schreib dafür zwei, drei Monate lang mit, was wirklich rausgeht. Viele sind überrascht, wie weit Bauchgefühl und Kontoauszug auseinanderliegen.

Wenn die Zahl erschlägt

Sechs- oder siebenstellige Summen wirken oft lähmend. Zwei Gedanken helfen. Erstens: Du musst nicht alles allein ansparen, denn Zinseszins macht über die Jahre einen großen Teil der Arbeit – mehr dazu im Zinseszins-Rechner. Zweitens: Es gibt Zwischenstufen. Mit Barista FIRE reicht ein deutlich kleineres Depot, wenn eine Teilzeitstelle den Rest trägt.

Und manchmal hilft es, die Summe einfach in ein Datum zu übersetzen. Das zeigt dir der FIRE-Rechner.

Häufige Fragen

Ab welchem Vermögen ist man finanziell frei?

Das hängt allein von deinen Ausgaben ab. Nach der 4-Prozent-Regel liegt das Ziel grob beim 25-Fachen deiner Jahresausgaben, also bei rund 600.000 € für 2.000 € im Monat.

Reicht eine Million Euro für finanzielle Freiheit?

Für viele ja. Nach der 4-Prozent-Regel trägt eine Million rund 3.300 € im Monat in heutigem Geld, vor Steuern. Gibst du mehr aus, reicht sie nicht ganz.

Zählt meine Immobilie zum Vermögen für die Freiheit?

Eine selbstgenutzte Immobilie zählt nicht, weil sie dir keine Erträge auszahlt. Sie senkt aber deine Ausgaben und damit dein Ziel.

Muss ich die Inflation einrechnen?

Ja, aber am einfachsten, indem du alles in heutigem Geld rechnest. Die 5 % Rendite in unserer Rechnung sind bereits nach Inflation gemeint.

Wie viel Puffer sollte ich einplanen?

Viele planen etwas mehr ein, als die Faustregel sagt, etwa für Krankenversicherung, Steuern und größere Anschaffungen. In der App kannst du mit Plus eine eigene Sicherheitsreserve festlegen.

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Vier Fragen – Alter, Erspartes, monatliche Sparrate und monatliche Ausgaben – und Untilfree zeigt dir ein Datum. Aus deiner Summe wird ein Tag im Kalender, den du jede Nacht näherrücken siehst.

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Untilfree rechnet in heutigem Geld (nach Inflation). Steuern und gesetzliche Rente sind nicht enthalten. Diese Seite ist eine allgemeine Information, keine Anlageberatung.

Veröffentlicht am · von Srofia